Wir über uns
  St. Nicolai-Kirche     Kirchenkurier St. Nicolai     Diakonie     Kindergarten     Friedhof     Gruppen     Orgelbauverein     Veranstaltungen     Termine  
Kirchenvorstand
Büro
Kirchengemeinde
Kirchengeschichte
Pastoren seit der Reformation
Allgemein:
Startseite
Gästebuch
Haftungsausschluss
Impressum
Kontakt
Sitemap

Kirchengeschichte

Wöhrden
(vorm. Oldenwöhrden), ein gewöhnlich als Flecken bezeichnetes Kirchdorf in
Süderdithmarschen, Südervogtei Wöhrden, Pr. Süderdithmarschen. – Dieser Flecken, welcher
auf einer großartigen 21 ½ Fuß hohen Wurth mitten in der Marsch liegt, wovon er
muthmaßlich seinen Namen erhalten hat, war vormals einer der angesehensten Orte
Dithmarschens, worin das Landesarchiv aufbewahrt ward; hier hielten die Achtundvierziger
ihre letzte Versammlung. – Wöhrden enthält 21 Höfe, 1 Stelle mit und 76 Stellen ohne Land
(120 H.). – Die erste 1281 bereits erwähnte Kirche brannte im Jahre 1319 ab, und die darauf
erbaute mußte 1785 abgebrochen werden; die jetzige im großartigen Style erbaute
Nicolaikirche ist nicht dauerhaft und der hohe Thurm hat zum Theil abgebrochen werden
müssen. An derselben stehen 2 Prediger. Zum Pastorate präsentirt der König durch die
Kirchenvisitatoren und zum Diaconate die Gemeinde.
Eingepfarrt: Bruhnsdorf, Bütteler-Außendeich, Butendiek, Deichstrich, Edemannswisch,
Edemannswurth, Ellernhaus, Friedrichsgabekoog (Wasmerskoog), Großbüttel,
Hohenwöhrden, Nannemannhusen (Almenhusen), Neuenkrug, Neuenwisch (Süderwisch),
Oeverwisch, Poppenhusen, Sachsenbande, Süder- und Norder-Wall, Wackenhusen,
Wellinghusen, Wennemannswisch, Wöhrden, Wöhrdener-Hafen. – Wöhrden hat 3 Schulen;
die Knabenclasse mit einem Rector (40 K.), die Mädchenschule (50 K.) und die
Elementarschule (80 K.). – Auch ist hier eine Arbeitsschule. – Bei der Zollcontrolle sind
1 Hebungscontrolleur und 1 Zollassistent angestellt. – Hier sind 3 Armenhäuser: eines ist von
M. Graf im Jahre 1742 für 8 Personen gegründet, welche außer freier Wohnung die
unentgeltliche Benutzung des bei dem Hause befindlichen Gartens haben. – Bei Wöhrden sind
2 Mühlen. – Vz. 1855: 765, worunter mehrere Handwerker und Gewerbetreibende. –
Spar- und Leihcasse seit 1843. – Wöhrden ist der Geburtsort des bekannten
Geschichtschreibers Johann Neocorus (Johann Köster), welcher im Jahre 1590 Prediger in
Büsum ward. – Ar.: 424 Steuert. – Einer Sage nach sollen hier im J. 1319 die in die brennende
Kirche eingeschlossenen Dithmarscher einen siegreichen Ausfall gegen die Holsteiner
gemacht haben und viele der Letzteren erschlagen sein; die Grafen von Holstein verließen
darauf, nachdem sie in den engen Wegen des Landes eine Niederlage erlitten hatten, das
Land. – Vz. des Ksp. 1845: 2039.
Quelle: Schröder / Biernatzki
Erläuterungen der in Schröder / Biernatzki benutzten Abkürzungen siehe:
http://www.akvz.de/D/top/Abkuerzungen.pdf