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Wie verbringen Sie Ihre Sonntage, liebe Leser/innen? Nutzen Sie die freie Zeit zum Entspannen, zuhause oder bei einem Ausflug, gönnen Sie sich ein besonderes Essen oder brauchen Sie den Tag, um liegengebliebene Dinge aufzuarbeiten? Gehen Sie sportlichen Aktivitäten nach oder besuchen Sie auch gerne einmal einen Gottesdienst? Wie dem auch sei, eins steht sicher für alle fest: Wir möchten den Sonntag nicht missen! Die Vorstellung, ohne den vertrauten Wochenrhythmus leben zu müssen, ist alles andere als angenehm. Und doch ist der Sonntag zunehmend in Gefahr, seinen Charakter als Ruhetag zu verlieren: immer mehr Menschen müssen auch sonntags ihren beruflichen Tätigkeiten nachgehen, immer mehr Dienstleistungen werden auch am Sonntag angeboten. Vielleicht haben Sie davon gelesen, dass sich die Kirche gerade in diesem Sommer wieder verstärkt für den Schutz der Sonntagsruhe eingesetzt hat. Gemeinsam mit dem katholischen Erzbistum hat die Kirchenleitung der NEK im Juli beschlossen, das Normenkontrollverfahren gegen die Bäderverordnung des Landes Schleswig-Holstein wieder aufzunehmen. D.h.: Ziel ist es nicht, diese Verordnung grundsätzlich abzuschaffen, sondern zu verändern: Der geltende Zeitraum soll verkürzt werden auf Ende März-Ende Oktober(z. Zt. Mitte Dez-Ende Okt), die Öffnungszeiten sollen von 8 auf max. 5 Stunden verkürzt werden, die Anzahl der Orte, für die diese Verordnung gilt, soll begrenzt werden auf Touristenorte , als Warenangebot erscheinen Lebensmittel und Drogerieartikel ausreichend. Der Sonntag ist eine Pause vom Alltag, ein Stück menschlicher Freiheit, er dient der Entschleunigung des Lebens und gibt Zeit für Familie und Freunde. Er ist ein Geschenk Gottes, ein Tag, an dem es mal nicht um Konsum und Leistung geht, sondern die Seele zur Entfaltung kommen kann. Lassen sie sich ihn nicht nehmen! Ihre Pastorin H. Timmermann |
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