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Neues Leben Wie sehnen wir doch den Frühling herbei nach diesem langen, kalten Winter, wie sehnen wir uns nach Sonne und Wärme und Farben! Es gab Augenblicke, da konnte man sich nur schwer vorstellen, dass die kahle Natur jemals wieder aufblühen wird , dass die Sonne warm auf meine Haut scheinen und ich je wieder an einem lauen Abend dem Gesang der Vögel lauschen würde. Solche Momente gibt es auch sonst im Leben: Wenn ich krank bin, kann ich mir nur schwer vorstellen, wieder gesund zu sein, wenn ich schwere Zeiten durchmache und viel Leid und Schmerz erlebe, fällt es mir schwer zu glauben, dass ich jemals meines Lebens wieder froh werden könnte. Ähnlich müssen es auch die Jünger Jesu erfahren haben, als sie ihren Freund und Meister nach dem qualvollen Tod am Kreuz zu Grabe trugen. Sie waren erfüllt von Schmerz und Ohnmacht, Verzweiflung und Trauer. Aber vielleicht war ganz tief in ihnen verborgen doch noch eine vage Hoffnung. Wie manchmal noch in Dunkelheit und Kälte der leise Gesang einer Amsel die Hoffnung auf den Frühling wach hält, so hörten sie in ihrem Innern vielleicht den Widerhall der Worte, die Jesus zu ihnen gesagt hatte: Der Menschensohn muss viel leiden… und getötet werden und am dritten Tag auferstehen. Am Ostermorgen erfuhren sie dann die Wahrheit dieser Worte, sie spürten: Jesus lebt, er erfüllt mich von innen her mit neuer Lebenskraft. Jeder, der mit ihm verbunden ist, kann im Innern erleben, was wir im Frühling äußerlich spüren: Neue Kräfte brechen auf, die Liebe Gottes erwärmt mein Herz, mein Leben wird reich und bunt durch die Kraft des Heiligen Geistes, eine neue , tiefe Freude bricht sich Bahn.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit!
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