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Liebe Gemeinde,
eine ereignisreiche Zeit steht bevor! Ich meine nicht nur, was praktische Dinge betrifft wie z. B. die geplanten Umbaumaßnahmen, sondern auch vom Kirchenjahr her gesehen! Da geschieht in diesen drei Monaten mehr als im ganzen übrigen Jahr!
Zunächst einmal ist da die Fastenzeit, die mit Aschermittwoch begann und insgesamt 7 Wochen dauert. Wir erhalten in dieser Zeit den Anstoß, einmal über das Wesentliche nachzudenken: Was ist für mich eigentlich das Wichtigste im Leben? Manche Leute beteiligen sich an der Aktion „7 Wochen ohne" und verzichten einmal ganz bewusst auf liebgewordene Nahrungsmittel und Gewohnheiten. Viele machen die Erfahrung: Ich finde dadurch zu einem bewussteren und vertieften Leben, es ist so, als wenn ich Ballast abwerfe und für Neues offen werde. Die Fastenzeit ist zugleich auch die Passionszeit (=Leidenszeit), in der wir an das Leid in der Welt erinnert werden, daran, dass auch Jesus viel zu erleiden hatte. Aber durch sein Leiden, das er aus freien Stücken auf sich nahm, können wir Stärkung und Hilfe in unserem Leiden erfahren.
Am 12. und 13. April dann feiern wir Ostern und es beginnt die österliche Freudenzeit. Jesus ist vom Tod auferstanden, nicht Leid und Tod haben das letzte Wort, sondern das Leben! Wie in der Natur nun alles aufzublühen beginnt, wie die aufsteigende Sonne unser Leben mit Licht und Wärme erfüllt, so ist das auch mit dem Glauben: Er macht unser Leben hell und warm. "Gott rollt den Stein von unserm Tod.", heißt es in einem Osterlied, „Schon sehen wir das Morgenrot. Wer ihm gehört, sieht dass es tagt, ein neues Leben wird gewagt!“ Besonders eindrucksvoll ist das im Osterfrühgottesdienst zum Sonnenaufgang zu erleben.
50 Tage nach Ostern schließlich feiern wir Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes. Da wird deutlich: Glauben bedeutet nicht, nach irgendwelchen Lehren zu leben, sondern aus einer inneren Kraft. "Gott schenkt uns weiten Horizont, durch seinen Geist, der in uns wohnt. Komm doch heraus aus dem Versteck und nimm dein Leben Gott nicht weg!" , wird uns in einem Vers zugerufen. Wir werden diese Aufforderung auch wörtlich nehmen und uns zum Pfingstgottesdienst mit den Pfadfindern nach Ketelsbüttel aufmachen. |
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