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Nun beginnt sie wieder, die Zeit der Lichter, nach der wir uns so sehr gesehnt habenim trüben November! Alle Jahre wieder freuen wir uns ganz besonders auf die Wochen vor Weihnachten, die so etwas Geheimnisvolles an sich haben, auf gemütliche Nachmittage im Kerzenlicht mit festlicher Musik und all die vertrauten Bräuche … jedenfalls als Kind ging mir das so. Inzwischen ist das leider etwas anders geworden und ich denke, das geht vielen so: Allenfalls eine vage Sehnsucht ist noch da nach Ruhe, Besinnung und beschaulicher Festvorbereitung. War das Öffnen der Kalendertürchen früher noch verbunden mit dem Gefühl: „Sooo lange dauert es noch bis Weihnachten!“ droht er inzwischen, eine Art „Stressanzeiger“ zu werden: „Nur noch so kurze Zeit bis zum Fest, was muss da noch alles geschehen!“ Jedes Jahr nehme ich mir wieder vor: Dieses Mal wird alles anders, da lasse ich mich von der ganzen Hektik nicht anstecken, da nehme ich mir mehr Zeit zur Besinnung! Leider gelingt das aber immer nur für kurze Zeit und oft tritt dann ganz schnell wieder die „Weihnachtshektik“ in den Vordergrund. Trotzdem lasse ich mich nicht entmutigen: In den kurzen Zeiten, in denen ich zur Besinnung komme, blitzt etwas auf von der Weihnachtsfreude. Wenn ich einen adventlichen Text lese, Musik höre oder einfach still ins Kerzenlicht schaue, spüre ich, wie mir warm ums Herz wird. Ich spüre dann, dass es eine Kraft gibt, die wie ein inneres Licht ist, ein Licht der Liebe, das mich beflügelt.
Die Kerzen im Advent erinnern daran, dass Gott nicht abwesend, sondern ganz nahe ist. Durch Jesus Christus hat Gott in dieser Welt ein Licht angezündet, das durch uns nicht mehr zum Verlöschen gebracht werden kann. Auch in meinem Leben leuchtet dieses Licht! Sich dessen bewusst zu werden ist wichtiger als manche äußerliche Vorbereitung aufs Fest! Und es verhilft mir dazu, trotz mancherlei Belastungen diese besondere Zeit doch auch zu genießen und mich am Lichterglanz zu freuen.
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