Kirchenkurier St. Nicolai
  Wir über uns     St. Nicolai-Kirche     Diakonie     Kindergarten     Friedhof     Gruppen     Orgelbauverein     Veranstaltungen     Termine  
Nr. 154 September - November 2006
Nr. 155 Dezember 2006 - Januar 2007
Nr. 156 Februar - März 2007
Nr. 157 April - Juni 2007
Nr. 158 Juli - September 2007
Nr. 159 Oktober - November 2007
Nr. 160 Dezember - Januar 2008
Nr. 161 Februar - April 2008
Nr. 162 Mai - Juni 2008
Nr. 163 Juli - September 2008
"Schwul - na und?"
Ihr Kirchenvorstand hat gewählt
Kirchenwahl - 30. November 2008
"Sammelt die übrigen Brocken!" (Joh. 6,12)
Nr. 164 Oktober - November 2008
Nr. 165 Dezember - Februar 2009
Nr. 166 März - Mai 2009
Nr. 167 Juni - August 2009
Nr. 168 Oktober - November 2009
Nr. 169 Dezember 2009 - Februar 2010
Nr. 170 März - Mai 2010
Nr. 171 Juni - September 2010
Nr. 172 Oktober - November 2010
Nr. 173 Dezember - Februar 2011
Nr. 174 März - Mai 2011
Nr. 175 Juni - September 2011
Nr. 176 Oktober - November 2011
Nr. 177 Dezember - Februar 2012
Nr. 178 März - Mai 2012
Allgemein:
Startseite
Gästebuch
Haftungsausschluss
Impressum
Kontakt
Sitemap

"Schwul - na und?"

Zwei Kandidaten sind angetreten, um die Nachfolge von Bischof Knuth anzutreten. Der eine ist Familienvater, der andere schwul. Prompt melden sich wieder einschlägige kirchliche Kreise zu Wort, nach dem Motto: „Man hätte ja nichts gegen Homosexuelle, aber bitte nicht im Bischofsamt.“

Zeitgleich zu unser innerkirchlichen Diskussion äußerst sich Christoph Daum, vor Jahren um ein Haar (Achtung Wortspiel!) Fußballbundestrainer geworden, zu Wort: „Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegentreten, dass wir denen einen besonderen Schutz (vor Schwulen) zukommen lassen.“ Daum diffamiert hier Schwule, indem er sie in die Nähe von Kinderschändern rückt. Ein unerträglicher Zustand!

Vor 20 Jahren äußerte sich eine Kirchenvorsteherin meiner Heimatgemeinde in Bezug auf einen Bewerber für die Jugendarbeit ähnlich. Und tatsächlich hat unsere Kirche noch sehr lange bis in die Neuzeit hinein Homosexualität als abnorm und krank bezeichnet.

Man bezog sich in fundamentalistischer Manier auf bestimmte biblische Stellen ohne kritisch ihre Zeitbezogenheit zu berücksichtigen und so diese Aussagen zu relativieren. Wo wären wir denn heute, wenn wir die paulinische Aussage: „Das Weib schweige in der Gemeinde“ nicht kritisch aus seinem patriachalen Kontext heraus verstünden und uns die Freiheit nicht nehmen würden eigenverantwortlich vor Gott unser Leben zu gestalten.

Eigentlich kann das Leben so einfach sein, wenn wir Jesu Antwort nach dem höchsten Gut in unsere Mitte stellen würden:

Das Liebesgebot.
Dann käme man schnell zu der Erkenntnis, dass die gleichgeschlechtliche Liebe aus der selben Quelle stammt, wie jede andere Liebe auch und sie gottgegeben ist.

Ihr Pastor Arnd Lempelius.