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Brief einer Mutter

Für 35 Mädchen(!) und Jungen im Alter von 6 bis 19 Jahren ist ein Montag ohne Feuer und Pfadfindertreffen kein guter Montag. So treffen Sie sich die 6 – 12-Jährigen, jetzt immer von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr am Sportplatz. Die im Alter von12 - 19 Jahren treffen sich an der gleichen Stelle immer von 16.45 – 18.15Uhr.

Denn in den Gruppenstunden, die in der freien Natur, im „Wald von Wöhrden“ stattfinden, ist immer etwas los. Da wird gesungen, gespielt, gebaut, gebetet und sich schmutzig gemacht. So verdanke ich es z. B. den Pfadfindern, dass meine Waschmaschine öfters als sonst läuft oder mein zehnjähriger Sohn inzwischen sicher im Umgang mit dem Messer ist und seine Äpfel, Karotten und Kartoffeln selber schälen kann. Die großen Thorsten, Oke, Nils und Gotje zeigen den großen Wildgänsen, den kleinen Waschbären und Füchsen wie man Feuer macht oder wie mit der Säge richtig gesägt wird. Nur wer eine richtige Messerprüfung besteht, darf dann auch damit umgehen und eins tragen - für viele das Größte überhaupt.

Besonderen Anklang bei den Heranwachsenden finden natürlich auch die gemeinsamen Übernachtungen, die zu meinem Leidwesen zwar immer in Zelten, sogenannten Kohten, im Freien stattfinden, aber die zugegebenermaßen zur Stärkung der Gemeinschaft und zur persönlichen positiven Entwicklung jedes Einzelnen nun einmal beitragen.

Der Stamm Wöhrden hatte dieses Jahr jede Menge Gelegenheiten die Erfahrung gemeinsamer Lager zu erleben:

- Eisnacht mit den Pfadfindern aus Albersdorf

- Pfingstlager mit den Pfadfindern aus Albersdorf

- Kirchentag in Köln mit 520 Jugendlichen aus ganz Nordelbien

- Steinzeitlager 10 Jahre AÖZA mit den Pfadfindern aus Friedrichstatt, Heide, Albersdorf und Süderhastedt

- Sommerlager mit 400 Kindern aus ganz Nordelbien in Friedensau zum Thema „Rom zur Zeit der ersten Christen“

- Herbstlager/Kinderkirchentag in Wesselburen

- Herbsthajk: Kanutour der Großen auf der Trave im Oktober

Bei dieser Gelegenheit möchte ich anmerken, dass die Unterstützung durch die Mütter und Großmütter der Pfadfinder ganz ausgeprägt ist. Es brauchte nur zaghafte Anfragen und es wurden die herrlichsten Leckereien mitgebracht. Auch dadurch kann der Erfolg einer Gemeinschaft massiv beeinflusst werden.

Zurück zu den Hauptakteuren…

Einige der Jugendlichen haben auch die Möglichkeit genutzt sich sozial weiterzubilden. So besuchten Malte, Lasse, Tjore, Julia, Laura und Nick, Sina, Milena und Yannah die Helferkurse. Oke und Gotje sind jetzt Jugendgruppenleiter und das Ganze hat Ihnen sicher auch noch viel Spaß gemacht!

Die Pfadfinderei verbindet Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen und Neigungen, hier muss keiner ein Fußballprofi oder Handballstar sein (es ist eine heldenfreie Zone). Jeder bringt seine ganz persönlichen Stärken ein und wird so akzeptiert wie er ist und jeder hilft jedem. Denn das Pfadfindergesetz gilt nun mal für alle, die mitmachen wollen: „jeden Tag eine gute Tat“ und „Bruder und Schwester aller Pfadfinder“.

Ich hoffe, alle Beteiligten haben noch lange Freude an der Pfadfinderei und den Pfadfindern und danke allen denen, die dazu beitragen und beigetragen haben, dass die Kinder und Jugendlichen diesen Anlaufpunkt haben.





Silke Blumenhagen
(Ehefrau und Mutter zweier Pfadfinder)